Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. Dort entscheidest du, wer du bist.
Die Fähigkeit, die alles andere trägt – und die einzige, die du üben kannst, bevor du überhaupt jemanden führst.
Dieser Kurs ist ein Geschenk für die Community „Leadership. Führung lernen“ auf Skool. Das Passwort steht dort – der Zugang ist sieben Tage kostenlos, und das reicht locker, um den Kurs in Ruhe durchzuarbeiten und dir anzuschauen, ob die Community zu dir passt.
Zum ersten Mal auf Skool? Du legst kurz ein Profil an – dann bist du drin.
Die Fähigkeit, die alles andere trägt – und die einzige, die du üben kannst, bevor du überhaupt jemanden führst.
Freitag, halb sieben. Volles Haus. Du sagst, wie es heute läuft – und ein Mitarbeiter sagt vor allen: „Das haben wir immer anders gemacht.“
Dein Puls geht hoch. Was du in den nächsten fünf Sekunden tust, entscheidet über deutlich mehr als diese eine Situation.
Alle im Raum schauen jetzt. Nicht auf ihn. Auf dich.
Nach dieser Einheit kannst du:
Der Satz „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum“ wird gern Viktor Frankl zugeschrieben. In dieser Form steht er nirgends in seinen Schriften – der Gedanke aber schon. Und er stimmt.
Denn du kannst nicht verhindern, dass dich etwas trifft. Was du beeinflussen kannst, ist alles, was danach kommt. Nicht die erste Regung. Die zweite.
Dafür gibt es ein Bild — den Amygdala-Hijack: Die emotionale Alarmanlage im Gehirn reagiert, bevor der Teil, der abwägt, überhaupt Bescheid weiß. Der Körper schüttet aus, das Blickfeld wird eng, die Stimme geht hoch – und erst danach setzt das Denken ein.
Das ist ein vereinfachtes Bild und keine Hirnkarte. Aber es beschreibt gut, was du in dem Moment tatsächlich spürst: Du bist schon unterwegs, während du noch glaubst, du überlegst.
Praktisch heißt das: Die erste Regung kannst du nicht verhindern. Die zweite kannst du gestalten. Genau dafür sind die fünf Sekunden da.
Menschen glauben nicht deinen Worten. Sie glauben deinem Körper. Wenn du „alles gut“ sagst und dabei die Schultern hochziehst, merkt sich dein Team die Schultern.
Deshalb genügt es nicht, ruhig zu klingen. Du musst dir die Ruhe wirklich verschaffen – und dafür brauchst du die fünf Sekunden, nicht die Schauspielerei.
Diese Seite kommt ohne Namen und Jahreszahlen aus. Wer nachsehen will, findet hier, worauf sich die Aussagen stützen.
Es sind meistens zwei, drei Dinge, die dich zuverlässig erwischen. Wer sie kennt, wird von ihnen nicht mehr überrascht – und das ist schon die halbe Miete.
Die Forschung dazu hat etwas Praktisches gefunden: Vorsätze in der Form „Wenn X passiert, dann tue ich Y“ werden deutlich zuverlässiger umgesetzt als allgemeine gute Absichten.
Der Grund ist einfach. Du entscheidest nicht mehr in der Situation, in der du gerade am wenigsten entscheidungsfähig bist. Du hast vorher entschieden.
So baust du deinen Satz: oben einen Auslöser anklicken (oder selbst hineinschreiben), unten deine Reaktion anklicken – und darunter steht dein fertiger Satz. Der ist zum Mitnehmen: kopieren, aufs Handy, an den Spind.
Wenn du unter Druck laut wirst, lernt dein Team: Unter Druck wird hier laut geworden. Wenn du unter Druck ruhig bleibst, lernt es das genauso schnell. Kultur entsteht nicht in der Teamsitzung, sondern am Freitagabend um halb sieben.
Dein Team merkt sich nicht, was du gesagt hast. Es merkt sich, wie du reagiert hast.
Vier kurze Fragen. Klick auf deine Antwort – du bekommst sofort die Auflösung.
„Du kannst nicht verhindern, dass es dich trifft. Du kannst nur entscheiden, was danach passiert.“
Den Raum zwischen Reiz und Reaktion brauchst du in Etappe 2 wieder. Dann steht ein echter Konflikt darin – und der wartet nicht fünf Sekunden.